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Obskure (Grenz-) Steine im Languedoc

Im geschichtsträchtigen Südostfrankreich, gewissermaßen dem Kernland Okzitaniens, das vor allem im Mittelalter Schauplatz blutiger Expansionskriege seitens der französischen Krone und von Verfolgungen christlicher Minderheiten („Katharer“) war, begegnet man auf Schritt und Tritt steinernen Spuren: natürlich unzähligen Burgruinen, Gebäuderesten von Templer-Kommenden, Spolien von Kirchen und Klöstern, die nur selten ihre Herkunft verraten. Dazu Kreuze aller Art, deren Entstehungsgeschichte meist im Verborgenen bleibt.
Eindeutig als Grenzsteine ausgewiesene Kleindenkmale habe ich keine entdecken können, aber steinerne Zeugen, die es vielleicht einmal gewesen waren.

Ca. 15 km südwestlich von Narbonne liegt in einem Seitental die ehemalige Zisterzienserabtei Sainte Marie Fontefroide, ursprünglich 1093 von Benediktinermönchen gegründet. Die Wirren der Französischen Revolution hat das eindrucksvolle Ensemble überstanden, das Kloster selbst wurde aufgegeben.
Im Rosengarten fand ich in einer Ecke einen auffälligen marmornen Stein, der an einen Grenzstein erinnert. Das Wappen konnte ich noch nicht entschlüsseln; immerhin ist die eingemeißelte Jahreszahl eindeutig: 1607.
Im Klostermuseum gab es leider keinerlei Informationen zu diesem Relikt.

Marmorstein Fontfroide              Marmorstein Fontfroide 2
Die Katharer-Burg Termes ist weithin bekannt, die kleine Kirche romanischen Ursprungs im gleichnamigen Ort mit Namen Notre-Dame-de-la-Nativité eher nicht. Sie beherbergt einen kleinen Seitenaltar, auf dem ein beschädigter Stein, den ein Kreuz und ein kleines Wappen zieren, aufgemauert ist. Auch hier keinerlei Erläuterungen; vielleicht diente er einst als Grenzstein der Burganlage?

Kreuzsteinaltar Kirche Termes            Kreuzstein Kirche Termes

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