Banner

Bundesländergrenze zwischen Bad Honnef und Rheinbreitbach

Die Banngrenze zwischen der Kurstadt Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis) und der Ortsgemeinde Rheinbreitbach (Landkreis Neuwied) ist auch ein Teilabschnitt der Bundesländergrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Im Frieden von Luneville 1801 hatten u. a. die Fürsten von Neuwied und Nassau ihre linksrheinischen Besitzungen verloren, wurden durch den Reichsdeputationshauptschluss zwei Jahre später durch Gebiete auf der rechten Rheinseite entschädigt. Mit der Gründung des Rheinbundes im Jahre 1806 wurden unter Napoleon diverse Besitzverhältnisse z. T. neu geregelt. Das (Groß-) Herzogtum Berg, wozu Honnef gehörte, blieb weitgehend unverändert, die Fürsten von Nassau übernahmen das kurkölnische Amt Linz (mit Rheinbreitbach).

In besagtem Jahr 1806 wurden entlang der Grenze zwischen den Herzogtümern Berg und Nassau oben abgerundete Grenzsteine gesetzt; die fortlaufenden Nummern meißelte man auf der Kopfseite ein. Offenkundig haben sich etliche dieser Steine noch erhalten.
Ein translozierter, restaurierter Grenzstein steht im Hof des Heimatmuseums von Rheinbreitbach. Er trägt die Initialen HB (= Herzogtum Berg) und HN (= Herzogtum Nassau).
Neben weiteren Gütersteinen befindet sich im Museum selbst ein rarer Zehntgrenzstein aus der Zeit von Kurköln & Berg. Ein Besuch dieses vorbildlichen Heimatmuseums, das sich u. a. auch der (ehemaligen) lokalen Weinbaugeschichte widmet, lohnt auf jeden Fall!

Grenzstein Honnef Rheinbreitbach 1     Grenzstein Honnef Rheinbreitbach 2

Ein Teilstück des Grenzverlaufs ist eine sog. „nasse Grenze“, der „Honnefer Graben“ zum Menzenberg zu. In einer Ecke fand ich einen Grenzstein mit der Nummer 2; die Initialen HB und HN sind nicht mehr erkennbar.

Nasse Grenze Honnef Rheinbreitbach    Grenzstein Honnef Rheinbreitbach 3

Der "Honnefer Graben"

P. S. Ein Dankeschön für wertvolle Informationen geht an Herrn Jürgen Fuchs vom Heimatverein Rheinbreitbach.

Zurück