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Burgfriedenssäulen in München

In München, wo noch heute mit „Burgfrieden“ die Stadtgrenze bezeichnet wird, existieren noch zwei spätgotische, an Menhire erinnernde Grenzsteine (aus dem Jahre 1460) und zwei barocke Säulen (von 1724).

Im Englischen Garten steht – eher versteckt zwischen Bäumen – die eine barocke Grenzsäule. Ihr originaler Standort war in der Thalkircher Straße. Eine zweite ähnlichen Typs befindet sich im Foyer des Münchner Stadtmuseums.

München Burgfriedenssäule

Von den spätgotischen Grenzsteinen steht der eine südlich der Theresienwiese, der andere am Elisabethplatz (früher Kurfürstenplatz) – am ehemaligen Türkengraben.

„Ursprünglich bedeutete der Burgfrieden den besonderen rechtlichen Schutz eines Burgbezirkes, der die Erhaltung von Ruhe und Sicherheit in der Burg und ihrer nächsten Umgebung betraf. Im weiteren Sinne wurde später auch der Stadt- bzw. Gerichtsbereich als Burgfrieden bezeichnet. Dieser Burgfrieden wurde durch Grenzpfähle und Marksteine, sog. Burgfriedenssäulen, markiert.“ Aus: Paul Werner,  Flurdenkmale. Freilassing 1982. S. 46.

P. S. Burgfriedenssäulen gab (und gibt) es natürlich auch in anderen bayerischen Städten, z. B. in Landshut. Darauf machte mich dankenswerterweise Herr Christoph Stein aufmerksam. Es haben sich von den 1508 errichteten Säulen (45 an der Zahl) zwecks sichtbarer Begrenzung des Rechtsbereichs der Stadt Landshut noch ca. 20 Exemplare im Originalzustand und meist an den ursprünglichen Standorten erhalten. Hierzu findet man Hinweise auf der offiziellen städtischen Website:

 http://www.landshut.de/portal/rathaus/anliegen-von-a-z/b/intern/burgfriedenstandorte.html 

es gibt auch ein interessantes Faltblatt dazu:
http://www.landshut.de/fileadmin/files_stadt/downloadbereich_aemter/tourismus/Flyer/Burgfriedenwanderung.pdf

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