Banner

Dienheimer Grenzsteine in Oppenheim

Bei einem Besuch des sehr sehenswerten Deutschen Weinbaumuseums in Oppenheim am Rhein entdeckte ich auch ein Lapidarium, und zwar von historischen Gemarkungsgrenzsteinen aus dem Nachbarort Dienheim.
Offenkundig aus Platzmangel haben funktional sehr unterschiedliche Grenzsteine aus verschiedenen Epochen nahe der Maschinenhalle eine neue Heimstatt gefunden. Leihgeber sind der Förderverein Dienheimer Museum und das Weingut Edgar Duttenhöfer.

Dienheimer Grenzsteine
Diese translozierten Steine wurden im Rahmen von Flurbereinigungen zum Glück nicht entsorgt, sondern gesichert. Es handelt sich dabei vornehmlich um Bann- und Flurgrenzsteine aus dem 18. Jahrhundert. Gleichwohl könnten sich auch ältere darunter befunden haben. Nähere Informationen waren mir noch nicht zugänglich.

Dienheimer Grenzsteine Oppenheim

Nebenbei:

Das ehemals kurpfälzische Weindorf hat eine bewegte Geschichte und auch ein bemerkenswertes Kleindenkmal, den sog. „Steinernen Stock“. Er soll an die Beilegung eines langwierigen Grenzstreites zwischen Oppenheim und Dienheim erinnern. Es gibt unterschiedliche Jahresangaben für die Errichtung dieses tabernakelartigen Gedenksteines (1226 bzw. 1605), und auch die genaue Funktion ist bis heute umstritten. 1819, drei Jahre, nachdem Dienheim dem Großherzogtum Hessen übereignet wurde, erfuhr besagter „Steinerer Stock“ dank verschiedener Inschriften eine zusätzliche „Aufwertung“.

Zurück